Von Sylt bis zur Zugspitze – Ein Abenteuer mit dem Elektromotorrad

Kann oder besser will man mit einem Elektromotorrad durch die ganze Republik reisen, von Sylt bis zur Zugspitze? Wie und wo soll man tanken? Steckdosen gibt es zwar genug und auf jedem Bauernhof, doch wie ist das, wenn man fremde Menschen unvermittelt nach Strom fragen muss? Und das drei oder viermal am Tag – denn nach einer Stunde Fahrzeit ist der Motorrad-Akku leer.

Das rheingold Institut möchte die neue Elektromobilität hautnah erleben, quasi Marktforschung aus erster Hand betreiben. Darum schicken wir einen Psychologen mit 10 Kilo Gepäck und einem Navigationsgerät auf die Reise. Von ganz oben nach ganz unten, von Steckdose zu Steckdose und ohne zu wissen, wann er wo ankommt und wie er wo empfangen wird. Als mutigen Mobilitäts-Visionär oder hoffnungslosen idealistischen Ökorocker?

rheingold möchte erforschen, ob Elektromobilität schon alltagstauglich oder nur etwas für Idealisten ist. Wie steht die Bevölkerung dieser neuen und noch unkonventionellen Art der Fortbewegung gegenüber? Wird das Strom-Motorrad eher belächelt oder steht die Bevölkerung alternativen Fortbewegungsmöglichkeiten offen und interessiert gegenüber?

Am 9. Mai startet die Tour durch Deutschland, in List auf Sylt. Und schon 14 Tage später soll das Motorrad mit der Zugspitzbahn auf Deutschlands höchsten Berg fahren. Jeden Tag sollen so rund 200 bis 250 Kilometer bewältigt werden – wenn die Technik hält. Mit jeweils drei bis vier „Tank“- bzw. Aufladepausen am Tag geht es durch die Republik. Denn mehr als 50 bis 60 Kilometer am Stück schafft der Akku nicht – bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 40 km/h.

Um eins klar zu stellen: Die Tour ist keine Werbefahrt für den Hersteller eines Elektromotorrads. Es geht um kritische Marktforschung mit Elementen der Selbsterfahrung. Ein modernes Abenteuer. Mit offenem und ungewissem Ausgang.

Mehr zur Motivation für die Tour findet sich hier…

12 Kommentare zu Von Sylt bis zur Zugspitze – Ein Abenteuer mit dem Elektromotorrad

  1. Bernd Pilger sagt:

    Das Ganze hat so’n bischen was von der Pionierzeit der ersten Kraftfahrer vor gut einem Jahrhundert, finde ich …

  2. curious sagt:

    Eine super Idee, die hoffentlich ein wenig Klarheit bringen wird, was zur Alltagstauglichkeit elektrisch betriebener Zweiräder an Verbesserung und Entwicklung notwendig sein wird und ob diese eine relistische Zukunft haben. Ich bin selbst einer dieser „Idealisten“, die auf Lärm und Emissionen eines Vebrennungsmotors verzichten können und wäre längst Besitzer eines Elektro-Krads, wenn diese erschwinglich wären und tatsächlich Langstreckentauglichkeit besitzen würden. Werde diese Dokumentation mit großem Interesse verfolgen, gute Reise und viel Glück!

  3. alfred jungmann sagt:

    Lieber Herr Grüne,
    interessantes Projekt! Ich erwarte, dass sie viel Lächeln (nicht Belächeln) antreffen … und ich hoffe, dass Sie eine Menge an positiver Nachdenklichkeit auslösen werden.
    Viel Erfolg und vor allem auch viel Spass „im Feld“.

    Viele Grüße
    Alfred Jungmann

  4. Hallo, Jens,

    gute Idee – ich bin gespannt, was ihr hinterher daraus macht…..
    Viel Erfolg und herzliche Grüße Angelika

  5. Tobias Groß sagt:

    Gratuliere schonmal vorab zu dieser wunderbaren Idee.
    Bin gespannt, wie die Aktion ankommt, welche Erkenntnisse Sie gewinnen und würde am liebsten mitfahren. Denn ich gebe Ihnen völlig recht – es wurmt einen schon ein wenig, dass da so viel diskutiert und geschrieben wird, man sich aber letztlich kein wirkliches Bild machen kann.
    Sie können sich also sicher sein, das ich diese Aktion mit Spannung und Freud begleiten werde.
    Viel Glück,
    Tobias Groß

  6. Hallo Heinz,
    ich wünsche Dir eine schöne Tour, gutes Wetter und super viel Spaß.
    Mir wären ja 40km/h ein wenig zu lahm…..aber ist ja für die Wissenschaft.
    Super Idee
    Alles Gute
    Wolfgang Thyssen

  7. Christian sagt:

    Hi Heinz, alles gute zu Deiner geplanten Route, hoffentlich geht alles glatt. Ich fahre selbst auch eine Quantya (und ELMOTO), und kenne die besorgten Blicke auf die letzten LED wenn man noch nach hause kommen muß. Habe auch schon öfter schieben müssen. Als Energieberater passen die beiden E-Mopeds bestens zu meinem Job. Wenn ich Kunden fahren lasse, wollen die nicht mehr absteigen. Nochmals alles Gute, werde Deine Tour verfolgen. Gruß, Christian aus Wattenscheid.

  8. hallo Herr Grüne
    erst einmal gute Fahrt & gutes Wetter! … das mit dem Wetter sieht zumindest hier im Süden ganz gut aus!!
    Falls ich Sie überreden kann, Ihre Route zu ändern, dann schauen Sie doch mal bei uns im Future Energy Center, dem Living Lab der SAP Research in Karlsruhe vorbei und „tanken“ zum einen Energie :-) und schaun sich an, wie wir ganz praktisch u.a. mit einem Teil unserer Mitarbeiter das Thema Elektromobilität erforschen.
    (siehe auch eMail dazu)
    mit freundlichen Grüßen

    Petra Hochstein

  9. Das wird eine tolle Tour werden, ohne Frage! Herzlichen Glückwunsch zu der Idee und alles Gute zur Ausführung!
    Über das Gelingen mache ich mir keine Gedanken, allerdings kann ich das nur motorradseitig beurteilen, der Pilot jedoch wird wissen, was er sich da „antut“, im positiven Sinne.
    Gespannt bin ich schon jetzt auf die Erfahrungsberichte vom Mann und seiner Maschine, freue mich schon auf die Nachverfolgung im Netz, auf die Reaktion der Menschen am Wegesrand und auf die Auswertung der „Fahr- und Sparstatistik“.

    Gern bieten wir auch unsere bescheidene Hilfe für einen technischen Support an,

    eine stets gute und sichere Fahrt,

    Micha vom Eco-Drome-Team aus Hattingen

    PS:
    Hallo Christian,
    auf diesem Wege auch für Dich jederzeit genug „Saft im Akku“ Deiner E-Bikes,
    hast Du mal wieder Zeit für eine Tasse Kaffee?
    LG
    Micha

  10. Tolle Idee, das Thema „Rheingold-mäßig“ anzugehen. Raus aus dem Gewünschten in die Betroffenheit, wie:
    – Erneuerbare Ja! aber ohne Trassen
    – Windräder ja! aber nicht in Sichtweite
    – Co2 – Einsparung! aber ohne Atomkraft
    Und überhaupt: „Der Mensch ist nicht auf Sparen aus sondern auf Mehren“.
    Ich bin gespannt.
    Gute Fahrt!

  11. Friedrich Kreikebohm sagt:

    Hallo, Fred grüßt Herrn Grüne
    Als alter Mann mit Elektrofahrrad kann ich Sie nicht begleiten, aber im Internet werde ich dabei sein. Ich wünsche viel Erfolg und gute Gesundheit.

  12. Fred von der Zugspitze sagt:

    Haben dich heute auf der Zugspitze “bewundert”. Hast du eigentlich irgend etwas selbst gemacht? Können gar nicht glauben, dass du die Tour ohne fremde Hilfe geschafft hast…alles nur Fake!
    Außerdem nervt es, wenn jemand mit seinem “Moped” mehrere Plätze in der Zugspitzbahn belegt und für Verzögerungen bei der Seilbahn sorgt.
    Warum trägst du eigentlich ein Motorradoutfit bei stolzen 45 km/h??
    Abgesehen davon, dass die Tour mit nem richtigen Motorrad deutlich mehr Spaß macht habe ich von einem Chinesen gehört, der quer durch China mit einem Elektrofahrrad gefahren ist in 30 Tagen.
    Was ne Midlife-Crisis…

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